Freitag, 19. November 2010

Die Ruhe und der Sturm

Eine neue Geschichte vom Stahlträgermann hat das Licht der Welt erblickt!
Wie es in der Umfrage und in diversen Unterhaltungen festgelegt wurde, veröffentliche ich nun nach und nach die einzelnen Kapitel.

Ich wünsche viel Spaß mit dem neuen Abenteuer von Stahlträgermann!




Teil 4 - Die Ruhe und der Sturm

Kapitel 1 - Ein trauriger Abschied


Lightfire-Booster war besiegt. Es war ein schwerer Kampf gewesen, den Stahlträgermann nur mit der Hilfe von Frank, dem Wissenschaftler erringen konnte. Frank hatte es geschafft, die Stahlträgerkanone so zu verstärken, dass sie zu einer wirksamen Waffe gegen Lightfire-Booster wurde, mit dessen Kraft dieser auf dem Grund des Meeres verbannt werden konnte. Die Gefahr war gebannt und nach und nach legte sich die Angst vor weiteren Angriffen des Superschurkens. Auch bei Stahlträgermann und Frank fand sich langsam wieder Ruhe ein, doch war nichts mehr so, wie es einmal war.


Frank, der vor Jahren zusammen mit Clära auf die einsame Insel kam, brauchte grade jetzt jemanden an seiner Seite. Es war Clära, die den Sieg über Lightfire-Booster mit ihrem Leben bezahlen musste. Dies war ein schwerer Verlust für Frank, der stark darunter zu leiden hatte. Nicht selten sagte er kein Wort und dachte viel an die Zeit zurück, welche die beiden zusammen verbracht hatten. Die vielen Forschungen, welche ihn zu dem gemacht haben, was er heute war. Ein anerkannter Wissenschaftler, dessen Technologie weiträumig genutzte Anwendung findet. Ein langer Werdegang lag hinter ihm, welchen er stets mit Clära bestritten hatte. Doch all das gehörte nun der Vergangenheit an. Cläras letztes Forschungsobjekt, das Gergol, welches sie überwiegend allein anging, besiegelte ihren Tod. Es war ein Schuss von Lightfire, der das Gergol zum explodieren gebracht hatte und Clära unter Tonnen von Geröll begrub. Möge sie in Frieden ruhen!

Kapitel 2 - Die Forschung


Die Wochen zogen dahin. Wochen, in denen Stahlträgemann sich mehr und mehr an sein neues Umfeld gewöhnte und sein Training fortsetzte. Die bergige Landschaft und die weiträumigen Flächen der Insel waren ideal für seine Anforderungen geschaffen. Auch das Labor bot ihm eine Menge. Das kleine Haus diente nur zum Schutz von außen. In Wahrheit durchzogen viele Gänge und Räume den Berg. Räume voller Gerätschaften, welche Frank im Laufe der Jahre aus seiner alten Forschungsstation mitgenommen hatte.


Des Nachts ging Stahlträgermann immer wieder auf Patrouille. Zu groß war seine Sorge, dass weiteres Unheil irgendwo sein Unwesen trieb. Ebenso hielt er Lightfire unter ständiger Beobachtung. Das Flüssiggas, welches seine Niederlage besiegelt hatte, versetzte ihn in einen Zustand, der einer Art Narkose gleichkommt. Ausgekühlt fiel Lightfire in eine Starre und konnte so zu keiner Gefahr mehr werden. Stahlträgermann aber hielt es immer wieder für wichtig, diesen Zustand auch zu kontrollieren, um einen Ausbruch Lightfires zu vermeiden.


Frank blieb nichts anderes übrig, als sich mit seinem Schmerz zu befassen, der ihn weiterhin plagte. Dies tat er, indem er Cläras Forschung wieder aufnahm. Viele der erfassten Daten waren mit Clära verschüttet und somit vernichtet worden. Er wollte den Raum nicht vom Schutt befreien. Er sollte für immer Cläras Grab bleiben. Ein kleiner Rest des Gergols war ihm geblieben, mit dem er die Forschung wieder aufnehmen konnte. Er selbst hatte es einmal ohne Cläras Wissen entwendet, um ihr helfen zu können, falls sie einmal nicht weiter wusste. Aber Frank stand nun mit seinen Forschungen mit dem Gergol weit am Anfang. Nur sehr selten hatte er der Forschung mit diesem Gergol seine Aufmerksamkeit gewidmet. Er wusste, dass es sich um eine Art Energiequelle der Azteken handelte, welche in der Forschung schon beim Militär Verwendung finden sollte. Eine Art Relikt, welches anscheinend weit mehr Macht hatte, als beide bislang geglaubt hatten.


Im Laufe der Zeit war Clära immer energischer geworden, je länger sie mit dem Gergol arbeitete. Frank war das nicht ganz geheuer, weshalb er sie immer wieder bei ihrer Arbeit beobachtete. Bei ihren Übungen der alten Kampfkunst zeigte sie eine nie dagewesene Energie. Dies lies sofort auf das Gergol schließen. Aber nicht nur ihr Eifer verstärkte sich. Immer öfter war sie verbittert und geradezu aggressiv, wenn die Dinge nicht so klappten, wie sie es sich vorstellt hatte. Frank hatte schon länger versucht, Clära davon zu überzeugen, sich mehr Zeit für sich zu nehmen und die Forschung lockerer zu nehmen. Clära aber sah dies nur als weiteren Ansporn, um ihrer Arbeit noch energischer nachzukommen. Sie empfand dies sogar als eine Art Konkurrenzkampf, da sich der Gedanke immer mehr in ihr breit machte, Frank wolle ihr das Projekt wegnehmen und für sich nutzen.

Kapitel 3 – Stimme der Vergangenheit


Wie so oft befand sich Stahlträgermann im Labor und testete weiter an seiner Waffe. Er hatte im Kampf mit Lightfire-Booster viel über seine Stahlträgerkanone gelernt. Fügt man der Kanone eine bestimmte Substanz hinzu, so lassen sich die Stahlträger beliebig verändern. Sicher, die Stahlgeschosse waren eine sehr mächtige Waffe, doch wie die Vergangenheit gezeigt hatte, war reine Kraft nicht immer der Schlüssel zum Erfolg. Eisstahlträger waren es, welche letzten Endes den Sieg gebracht hatten. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis sich ein weiteres Upgrade dieser Waffe finden lässt. Und wer weiß, wofür diese genutzt werden kann.


Ermüdet von der erfolglosen Forschung, machte sich Stahlträgermann wieder auf seine übliche Patrouille. Nach einigen Stunden Flug landete er inmitten einer felsigen Landschaft, um ein wenig zu rasten. Aus seiner Kanone lies er einen glühenden Stahlträger gleiten, welcher ähnlich eines brennenden Holzbalkens Licht in das Dunkle brachte. Stahlträgermann schaute in das Feuer und dachte nach. Er dachte an die Zeit, bevor das Unglück sein Leben verändert hatte und wie es jetzt war. Er trauerte nichts hinterher und war zufrieden. Während er seine Gedanken wandern lies, fiel sein Blick starr auf das Feuer. Mit einem Mal begann sein Blick plötzlich zu verschwimmen. Stahlträgermann wollte sich aufrichten, blieb jedoch wie gelähmt am Boden und schaute weiter in das Feuer. Es schien, als würde die Nacht um ihn herum dunkler werden, während sein Blick immer unklarer wurde. Mit einem Mal erkannte er die Umrisse einer Gestalt, welche direkt aus dem Feuer auf ihn zukam. Stahlträgermann erschrak, da er einen Angriff Lightfires befürchtete. Mit all seiner Kraft richtete er seine Kanone auf das Feuer um zu schießen. Erst im letzten Augenblick hörte er in seinem Kopf eine Stimme, die ihm auf einer gewissen Art und Weise vertraut vorkam.


"Fürchte dich nicht Stahlträgermann!", sagte die Stimme aus dem Feuer. "Ich bin der Geist der Hokkasins, Urahne deines längst vergessenen Stammes!" Stahlträgermann blieb still und lauschte der Stimme. "Einst war ich der Schamane unseres Stammes, lange bevor wir vertrieben wurden und aus unseren Dörfern in die Städte zogen. Eine starke Kraft ruhte in unserer Mitte. Eine Kraft, die seit jeher für das Gute kämpft. Doch mit dem Ende unseres Stammes, ging auch diese Macht unter. Du bist der einzige Nachfahre, der diese Macht für das Gute und die Gerechtigkeit noch in sich trägt. Dein Unfall war es, der diese Kraft stärker auflodern lies. Deine Stärke und deine Fähigkeiten stammen aus den Folgen der Katastrophe. Doch dein Wille, der Menschheit zu helfen, den schöpfst du aus der Kraft der Hokkasins. Bleib auf deinem Weg, den du eingeschlagen hast. Doch hüte dich! Die Ruhe, die du zur Zeit genießt, ist ein gefährlicher Vorbote von dem, was auf dich zukommen wird! Sei stets wachsam und bleib auf der Hut. Der Himmel zieht sich zu!" Mit diesen Worten wich der Schatten den Flammen und verschwand wieder. Die Umgebung wurde heller und der Blick Stahlträgermanns schärfte sich. Sichtlich mitgenommen und leicht verwirrt machte sich Stahlträgermann auf zu Frank. Er musste über diese Erscheinung in Kenntnis gesetzt werden.


Kapitel 4 - Böse Vorboten


Frank, der aufgrund seiner Gergol-Forschung mit der Mythologie vertraut war, war nicht sonderlich überrascht von dem, was ihm Stahlträgermann berichtete. Vielmehr interessierte es ihn, wann und warum diese Vision erschienen ist. Der Geist des Schamanen, aus einer längst vergessenen Zeit, mit einem Wissen über Dinge, die noch kommen werden sollten und eine unvorstellbare Macht bedeuteten. Frank wollte alles darüber wissen, doch konnte Stahlträgermann nicht mehr als ein paar schleierhafte Erinnerungen wiedergeben. Auch der Versuch, den Hergang mit einem brennenden Stahlträger zu wiederholen, brachte keinen Erfolg.


Einige Tage zogen ins Land. Tage, in denen sich Frank immer wieder mit der Vision beschäftigte. Doch keine Hinweise konnten ihm weiterhelfen. Die letzte Möglichkeit, die ihm blieb, war ein Besuch des Ortes, an dem Stahlträgermann seine Vision gehabt hatte. Gemeinsam flogen sie los. Sie warteten auf die Dämmerung und Stahlträgermann tat genau das, was er schon beim letzten Mal getan hatte. Doch nichts geschah. Frustriert darüber, ein weiteres Mal keinen Erfolg gehabt zu haben, machten sie sich auf den Heimweg.

Die Beiden erschraken, als sie zurück zum Labor kamen. Die Tür des Hauses wurde gewaltsam geöffnet und stand nun offen. Stahlträgermann landete und gab Frank ein Zeichen, sich ruhig zu verhalten und draußen zu warten. Leise schlich er sich in das Haus und erwartete das Schlimmste. Der vordere Bereich war unverändert, doch stand die Tür zum Labor offen. Frank musste vergessen haben, diese richtig zu schließen, denn ohne das nötige Kennwort war es unmöglich, die Tür ohne Gewalt zu öffnen. Und obwohl die Haustür gewaltsam geöffnet wurde, befand sich an der Labortür kein Kratzer. Es war dunkel und Stahlträgermann hatte Probleme, alles genau zu erkennen. Am Ende eines Ganges erblickte er ein Licht, welches er sich genauer anschauen wollte. Er lief darauf zu und stellte fest, dass das Licht aus dem verschütteten Labor kam. Sporadisch waren einige Felsen beiseite geräumt. Es sah so aus, als hätte jemand versucht, Zugang zum Labor zu bekommen. Stahlträgermann zückte seine Kanone und ging auf den Raum zu.


Der Gang war nur wenige Meter weit in den Raum angelegt worden. Steine, welche unmöglich von einer einzigen Person hätten beiseite geräumt werden können, lagen vor dem Raum verstreut. Es mussten sich mehrere Personen im Labor befinden, was Stahlträgermann um einiges vorsichtiger machte. Der Gang war schnell erkundet, weshalb sich Stahlträgermann wieder hinaus begab, um die weiteren Räume zu untersuchen. Vorsichtig ging er auf einen Gang zu, als plötzlich ein schriller Schrei die Luft zerschnitt. Eine Gestalt schoss aus der Dunkelheit direkt auf Stahlträgermann zu, der dem Angriff grade noch rechtzeitig ausweichen konnte. Der Schatten verschwand wieder in der Dunkelheit, um sogleich mit einem weiteren schrillen Kampfschrei aus einer anderen Ecke den nächsten Angriff einzuläuten. Stahlträgermann stellte sich diesem entgegen und setzte einen Faustschlag gegen den Angreifer ein. Dieser wich dem Schlag aus und konterte mit einem starken Tritt, den Stahlträgermann einen kleinen Schritt zurücktaumeln lies. Doch sofort fand er wieder festen Stand und holte zum Gegenschlag aus. Gezielte Schläge preschten auf die Gestalt ein, die ihnen mit Leichtigkeit auswich. Stahlträgermann holte ein weiteres Mal aus, doch wieder ging der Schlag ins Leere. Dieses Mal aber konterte die Gestalt und landete einen harten Treffer mit einer massiven Waffe auf den Kopf Stahlträgermanns. Wieder musste er einen Schritt zurück machen, zückte aber nun endlich seine Kanone. Die Gestalt sah dies und lies einen weiteren Schrei von sich und verschwand Richtung Ausgang. Sie lief mit einer solchen Geschwindigkeit, dass Stahlträgermann, welcher vom Treffer zuvor noch etwas benommen war, nur schwerlich hinterher kam.


Am Ausgang angekommen, sah er, wie die Gestalt in der Nacht verschwand. Er wollte sogleich die Verfolgung aufnehmen, doch dann erblickte er Frank, der neben der Tür verletzt auf dem Boden lag. "Was ist geschehen?" fragte er Frank. "Ich hörte ein lautes Geschrei von innen und erhoffte mir, dir zur Hilfe kommen zu können. Doch als ich das Haus betrat, erblickte ich eine Gestalt, die direkt auf mich zurannte. Ich wollte fliehen, doch da hatte sie mich schon ergriffen und niedergestreckt. Ich erkannte nicht viel. Eine vermummte Gestalt stand vor mir und hatte mich gepackt. Ich merkte, wie sie mir in die Augen schaute, obwohl ihr Gesicht maskiert war. Dann hörte ich eine Stimme in meinem Kopf die sagte: „Gib mir, wonach ich suche“. Aber ich wusste nicht was sie meinte und konnte dieser Forderung nicht folge leisten. Es ging alles so schnell und ehe ich mich versah, schlug sie auf mich ein, um ihrer Forderung mehr Druck zu verschaffen. Schließlich sah sie dich kommen und ergriff sogleich die Flucht.“

Stahlträgermann half Frank auf wieder die Beine. Er schaute in die Dunkelheit und dachte an die Vision, welche er hatte. Der Schamane hatte Recht. Unheil zieht auf und niemand weiß, worum es sich dabei handelte. Lightfire-Booster konnte es nicht sein, dafür war die Gestalt zu sehr in Dunkelheit gehüllt. Es durfte keine Zeit mehr verloren werden, aber es wusste niemand, was als nächstes geschehen würde.


Montag, 15. November 2010

Endlich da, die Shirts!!!

ACHTUNG ACHTUNG!!! EREIGNISKARTE!!! Die Vorbestellung der Stahlträgermann-Shirts hat begonnen!

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Die Shirts werden im Siebdruckverfahren gedruckt, welches die Qualität garantiert! Zudem handelt es sich bei den Shirts um Fair Trade Shirts. Hier knüpfen keine Kinder!

Die Bestellung ist verbindlich! Die Bezahlung findet erst bei der Übergabe statt! Keine Tricks oder doppelter Boden! Das ist jawohl stählerne Ehrensache! Bei Fragen einfach drauflostippen!

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Geschichten zum Download!

Hier könnt ihr euch die Geschichten frei runterladen, um sie zu lesen, wo immer ihr wollt!

Viel Spaß!



Zum Download auf folgende Links kliclen:


Teil 1 - Die Entstehung


Teil 2 - Die Lichtfackel

Freitag, 8. Oktober 2010

Der Fall des Stahls | Teil 3

Passend zum Wochenende erscheint nun mit "Eisstahlträger" der dritte Teil von "Stahlträgermann - Der Fahl des Stahls".






Der Fall des Stahls - Eisstahlträger


Kapitel 5


Stahlträgermanns Situation hatte sich schlagartig verbessert. Obwohl er Frank und Clära nicht kannte, so sah er das Gute in ihnen und willigte ein, seinen Unterschlupf bei ihnen einzurichten. In der folgenden Zeit erklärte er Frank, woher Lightfire-Booster seine Kraft und Energie hernahm und wie er glaube, dieser Macht entgegenwirken zu können. Er berichtete ihm von der Idee, Trockeneis mit Stickstoff zu verbinden, um somit die Kräfte Lightfires zu verlangsamen. Frank, der die Gefahr kannte die von Lightfire ausging, hielt dies für eine Möglichkeit, dem Schrecken ein Ende zu setzen. Trockeneis hatte er vorrätig. Er könnte es aufbereiten, doch bräuchte er den Stickstoff, um das Gemisch zu vollenden. Er bat Clära, sich nach New York auf zu machen, doch diese war alles andere als begeistert. Clära war schon immer sehr skeptisch und unfreundlich anderen gegenüber. Nur in Frank sah sie eine Art Mentor, weshalb sie ihm treu ergeben war. Doch seitdem die beiden mit dem Gergol befassten, wandte sie sich mehr und mehr von Frank ab und widmete sie sich nur noch der aztekischen Kampfkunst. So war es kein Wunder, dass sie sich dem Wunsch Franks, den Stickstoff zu besorgen, widersetzte.


Stahlträgermann durfte keine Zeit verlieren und musste selbst nach New York, die nötige Substanz zu beschaffen. Doch der Weg war gefährlich. Anders als gedacht, wusste Lightfire, dass Stahlträgermann noch am Leben war. Frank hatte dies in Erfahrung bringen können, als er sich eines Nachts aufmachte, um an der alten Ruine nach Stahlträgermann zu suchen. Als er dort ankam, kam auch Lightfire zurück, um Stahlträgermann´s Überreste zu untersuchen. Anhand der Reaktion Lightfires, konnte Frank erkennen, dass Stahlträgermann noch am Leben war und die Ruine verlassen konnte. Ein wichtiger taktischer Vorteil war somit verloren. Und umso mehr drängte die Zeit. Sofort eilte Stahlträgermann los Richtung New York. Frank hatte ihm genau gesagt, wo er den Stickstoff finden konnte. Er durfte unter keinen Umständen die Aufmerksamkeit Lightfires erregen. Viel zu groß war die Gefahr, entdeckt zu werden und im Kampf zu unterliegen.


Die See war stürmisch und Stahlträgermann konnte nicht so knapp über dem Meer fliegen, wie er es wollte. Doch nach einiger Zeit erreichte er das alte Labor. Als er vor der verschlossenen Tür stand, gab es keine andere Möglichkeit, als diese mit Gewalt zu öffnen, was die Aufmerksamkeit der Wächter erregte. Es brauchte ein wenig, bis er den richtigen Raum gefunden hatte, doch als er ihn fand, sah er die Chemikalie. Schnell ergriff er sie und machte sich auf den Heimweg. Doch da sein Handeln nicht unbemerkt geblieben war, heulten laute Sirenen los. Das Militär, welches das Labor für ihre Zwecke nutzte, war direkt zur Stelle, um den Eindringling zu stoppen. Stahlträgermann musste sofort fliehen. Er kannte keinen anderen Ausweg als über das Dach und rannte schnell die Treppen hinauf. Doch die Soldaten erblicken ihn und eröffneten direkt das Feuer. Stahlträgermann nahm Anlauf und stürzte sich hinunter in die Dunkelheit. Er zündete seine Düsen und verschwand im Nachthimmel.


Kapitel 6


Er hinterließ eine Aufregung, die niemals unentdeckt bleiben konnte. Mehr und mehr Kraft jagte er in seine Düsen, damit er noch schneller fliegen konnte. Am dunklen Horizont erblickte er die Insel. „Nicht mehr weit“, dachte er, als er nun schon fast über den Strand der Insel flog, als ihn plötzlich eine Explosion aus der Bahn brachte. „Hab ich dich mal wieder gefunden“, hörte er eine Stimme aus der Ferne, welche er nur zu gut kannte. Es war Lightfire-Booster, der ihm schon seit New York gefolgt war. „Hast du dir ein neues Versteck gesucht, in dem ich dich ein weiteres Mal besiegen kann?“. Weitere Geschosse flogen in Richtung Stahlträgermanns. Doch anstatt sich dem Kampf zu stellen, flog er nur noch schneller, um am Labor anzukommen. Eine Flucht erschien schnell aussichtslos, als weitere Lichtblitze neben ihm in die Häuser krachten. Er blieb stehen und bündelte all seine Energie in seine Kanone. Ein gewaltiger Stahlträger feuerte auf die Lichtfackel, der sein Ziel traf. Lightfire wurde zurückgeschlagen und Stahlträgermann konnte seinen Flug fortsetzen. Grade noch rechtzeitig konnte er das Haus erreichen und sich in den Gang flüchten. Mit einigen Stahlträgern verbarrikadierte er den Gang und eilte zu Frank. Dieser hatte die Jagd beobachtet und wartete schon auf ihn und den Stickstoff. Als Stahlträgermann diesen Frank gab, war Lightfire am Haus angekommen. Mit mächtigen Feuerbällen hämmerte er auf die Barrikade ein, welche langsam nachgab. Frank hatte nicht viel Zeit, die beiden Substanzen zu vermischen. Clära, die mit ihrem Kampfstab neben der Tür wartete, wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Zum einen passte es ihr nicht, dass Stahlträgermann in ihr Leben eingedrungen war, andererseits war ihr nicht klar, was mit ihr und Frank passieren würde, sofern Stahlträgermann den Kampf verlieren würde.


Die letzten Stahlträger an der Tür gaben schon langsam nach, als Frank das Gemisch endlich fertig gestellt hatte. Eine Tinktur aus Trockeneis und Stickstoff stand in einem Reagenzglas vor ihnen. Keiner von beiden wusste, wie diese Mischung nun ihr Ziel erreichen sollte. Ein gezielter Wurf wäre zu gefährlich. Zum einen befand sich Clära direkt vor der Tür, zum anderen wusste keiner, was geschehen würde, sofern sie das Ziel verfehlen würden oder gar, was passieren würde, wenn sie treffen würden. Noch während sie nach einer Lösung suchten, platzten die letzten Stahlträger mit eine Druckwelle auf. Clära wurde zur Seite geschleudert, konnte sich aber geschickt fangen und stand nun kampfbereit vor Lightfire. Noch immer war sie sich unschlüssig und hatte keine Antwort auf ihre Fragen. Doch nun gab es keine Zeit für Überlegungen mehr. Noch ehe sie sich versah, holte Lightfire zum Schlag aus. Seine Flammenfaust traf Clära, die trotz Einsatz all ihrer Kraft nicht standhalten konnte. Getroffen taumelte sie weiter zurück. Lightfire wich nicht von ihr ab. Er hob seine Hand und zündete ein Lichtgeschoss in ihre Richtung. Clära stand auf und rannte so schnell sie konnte in einen nahegelegenen Raum voller alter Gerätschaften und dem hochexplosiven Gergol. Stahlträgermann musste handeln. Er nahm das Reagenzglas und rammte es in seine Stahlträgerkanone. Sofort durchzog in ein kaltes erfrierendes Gefühl, welches ihn von innen zu zerbrechen schien. Doch Stahlträgermann widersetzte sich diesem Gefühl, erhob seine Kanone und feuerte auf Lightfire. Ein Stahlgeschoss, umhüllt von eisigem Nebel schoss aus seiner Kanone auf Lightfire zu. Das Gemisch hatte sich mit der Kanone verbunden und wirkte wie eine Art Upgrade für die Stahlträger. Der Eisstahlträger traf sein Ziel, doch tat das Lichtgeschoss das gleiche. Clära, die sich noch grade in den Raum flüchten konnte, wurde schwer getroffen. Sogleich gab es eine starke Explosion, woraufhin alles in sich zusammenbrach und jedes Leben in diesem Raum auslöschte.


Voller Zorn schoss Stahlträgermann weitere Geschosse aus seiner Kanone. Diese trafen ihr Ziel und verfehlten nicht die erhoffte Wirkung. Lightfire wurde geschwächt. Seine Bewegungen verlangsamten sich. Er drehte sich zu Stahlträgermann um, doch noch ehe er zum Gegenangriff ausholen konnte, trümmerten die Schläge Stahlträgermanns auf ihn ein. All das verderben, welches er der Menschheit angetan hatte, sollte er nun zu spüren bekommen. Doch Frank, der den Verlust Cläras noch nicht begriffen hatte, hielt ihn ab. „Lass ihn am Leben“, sagte er. „Er ist geschwächt und besiegt“. Stahlträgermann ergriff Lightfire und rannte hinaus. Hinter ihm war ein Knall zu hören. Ein Schrei, welcher dem Anschein nach von Frank kam, war zu hören und ein Feuerball, entfacht durch eine weitere Explosion, flammte in Richtung Himmel auf. Stahlträgermann zündete seine Düsen und flog mit ihm in auf das Meer hinaus. Am tiefsten Punkt tauchten die beiden ins Wasser bis zum Meeresgrund. Schnell feuerte Stahlträgermann einen Käfig aus den restlichen Eisstahlträgern. In diesen packte er Lightfire-Booster, welcher dort seine eisige Zelle fand. Geschwächt vom Stickstoff Gemisch, gekühlt vom Wasser, sollte dies das einzige Gefängnis sein, welches der Lichtfackel standhalten konnte. Lightfire-Booster war besiegt!


Kapitel 7


Als Stahlträgermann zurück zum Labor kam, sah er Frank, wie dieser vor den Trümmern kniete. „Sie war alles, was ich hatte“, sagte er mit gesenktem Haupt. „Doch nun liegt sie in den Trümmern vergraben. Ich werde das Labor wieder aufbauen, doch sollen die Überreste dieses Raumes ihr Grab bleiben. Hier liegt ihre Arbeit, ihre Liebe und nun sie selbst“. Mit diesen Worten wandte sich Frank zu Stahlträgermann. „Ich möchte dir ein treuer Gehilfe sein . Wenn mein Wissen und meine Technik dich unterstützen kann, dann werde ich dir so gut ich kann zur Seite stehen.“ Stahlträgermann nickte, und beide wussten, dass sie gemeinsam eine Aufgabe hatten. Frank, der seine Partnerin schmerzlich verloren hatte, aber nun einen mächtigen Gefährten an seiner Seite gewonnen hatte. Stahlträgermann, der vor kurzem nicht wusste, wo er hin sollte, stand nun nicht mehr alleine da. Mit der Hilfe von Frank war es ihm nun möglich, weitere Rätsel über ihn und seine Macht in Erfahrung zu bringen. Und er wusste nun, welche Macht noch in ihm und seiner Stahlträgerkanone steckte. Wer oder was auch kommen mochte, Stahlträgermann würde vorbereitet sein und jederzeit einen Stahlträger zwischen sich und das Unheil dieser Welt stemmen!




Mittwoch, 6. Oktober 2010

Der Fall des Stahls | Teil 2

Der Fall des Stahls #2 - Neue Wege!


Kapitel 3


Wenige Tage sind vergangen, seitdem Stahlträgermann die Macht Lightfire-Boosters am eigenen Leib zu spüren bekommen hatte und zusehen musste, wie sein Versteck niederbrannte. Seine Ruine, welche ihm ein Zuhause bot, wäre fast sein Untergang geworden. Doch sollte es vielleicht dieser Schicksalsschlag sein, der ihn zu dieser verlassenen Insel brachte, auf der er sich nun befand.



In den letzten Tagen hatte Stahlträgermann viel Zeit gehabt, die Insel zu erkunden. Seit Jahrzehnten hatte keine Menschenseele mehr hier einen Fuß auf den Boden gesetzt, was man der Umgebung ansehen konnte. Die Häuser waren alt und verlassen. Teilweise waren sie zerfallen oder von wuchernden Pflanzen begraben. In einer kleinen Hütte, die noch am stabilsten wirkte, schlug Stahlträgermann sein Lager auf. Nicht dass er Hab und Gut gehabt hätte, welches er hätte lagern müssen, doch brauchte er eine Unterkunft. Zeit zur Ruhe blieb kaum. Lightfire-Booster lief weiterhin ungestraft umher. Jeden Moment könnte er ein weiteres Unheil über die Welt bringen oder es gar schon getan haben. Stahlträgermann wusste es nicht, da er von der restlichen Welt abgeschottet war. Er musste einen Weg finden, Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen. Zudem brauchte er noch immer den Stickstoff und das Trockeneis für seine Idee, der Lichtfackel den Garaus zu machen. Immer wieder machte sich Stahlträgermann zum Festland auf, um neue Instrumente für eine neue Radarstation zu besorgen. Dabei musste er jedoch sehr vorsichtig sein, denn grade jetzt war es wichtig, nicht entdeckt zu werden. Lightfire sollte weiter im Glauben bleiben, Stahlträgermann besiegt zu haben. Unter diesem Schutz hatte er mehr Zeit, nach der passenden Waffe zu forschen.


Seine Bemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt. Zwar gelang es ihm, einen neuen Radar zu beschaffen und diesen zu installieren, doch reichten seine Energiereserven nicht aus, um ihn zu betreiben. Ein weiteres Mal machte sich Stahlträgermann auf, nahe der Stadt nach einer Energiequelle zu suchen. Er konnte nicht besonders hoch fliegen, da er sonst die Aufmerksamkeit der Lichtfackel erregt hätte. So flog er schon auf der Insel dicht über dem Boden. Grade als er höher in die Luft steigen wollte, erblickte er ein Haus, welches sich am Hang eines Berges befand. Dieses Haus war ihm bislang nicht aufgefallen. Natürlich gab es eine Menge Häuser, welche er noch nicht untersucht hatte, doch war dieses Haus anders. Es schien, als wäre dieses Haus vom Zerfall verschont geblieben. Stahlträgermann landete, um sich das Ganze genauer anzuschauen.


Die Tür war fest verschlossen, doch mit einem kleinen Ruck gab sie der Kraft Stahlträgermanns schnell nach. Im Inneren des Hauses war es dunkel. Stahlträgermann lies seine Kanone ein wenig aufleuchten, um mehr sehen zu können. Er erschrak, denn mit dem Aufhellen schien es, als würde etwas aufschrecken und weiter hinein in das Haus laufen. Doch es war wohl nur der Wind, der durch das öffnen der Tür etwas umwarf, oder ein Tier, welches durch den Krach aufgeschreckt wurde. Stahlträgermann schaute sich weiter um. Im Haus war es staubig und verlassen, doch wirkte es noch immer lebendiger, als all die anderen Häuser, welche er zuvor gesehen hatte. Je weiter er in das Haus ging, desto größer erschien es ihm. Das war sehr verwunderlich, da das Haus von außen einen recht kleinen Eindruck machte. Es wirkte, als wäre es in den Stein gebaut und würde mitten in den Berg ragen. Plötzlich erblickte Stahlträgermann eine Tür. Es war eine massive Tür aus Eisen, die alles andere als alt und zerfallen war. Sie schien neu und stabil zu sein. Stahlträgermann musste wissen, was sich dahinter verbarg. Es brauchte schon ein wenig mehr Kraft als bei der Tür zuvor, um diese zu öffnen, doch gelang es ihm, den Schließmechanismus zu lösen und die Tür zu öffnen. Was er sah, lies ihn für einen Moment vor Schreck erstarren!



Kapitel 4



Ein langer Gang erschloss sich vor seinen Füßen. Dieser war erhellt von weißem Licht, welches sich auf den metallischen Wänden etliche Male spiegelte. Vor Verwunderung merkte er nicht, wie sich etwas langsam an ihn heranschlich und ihn von hinten angriff. Ein starker Schlag mit einer Art antikem Kampfstab traf Stahlträgermann in den Nacken. Unvorbereitet auf diesen Angriff, taumelte er zunächst einige Schritte in den Gang hinein, sammelte sich jedoch schnell und wandte sich blitzschnell um. Er hob seine Stahlträgerkanone und schoss einen Stahlträger in Richtung des Angreifers ab. Nur noch ein weghuschender Schatten war zu sehen, als der Stahlträger einen Tisch zum zerschellen brachte. Schnell hastete er hinterher. Kaum war er aus dem Gang hinaus, jagte ein weiterer Schlag mit selbiger Waffe auf seinen Kopf zu. Er wich aus und setzte einen kräftigen Hieb auf seinen Angreifer. Dieser traf sein Ziel, worauf der Angreifer zu Boden ging. Er wollte grade einen gezielten Schuss in die Richtung seines Angreifers abfeuern, als eine verzweifelte Stimmte aus dem Gang schrie: „NEIN!!! NEIN NEEEEIIINNN!!!!!“. Stahlträgermann brach sein Vorhaben ab und wandte sich zu der Stimme. In Windeseile sauste ein Mann aus dem Gang hervor und schmiss sich zwischen den Angreifer und Stahlträgermann. Es war ein Mann mittleren Alters, gekleidet in einen weißen Kittel, der sich schützend vor eine am Boden liegende Frau stellte, die in einer Art altertümlichen Kampfanzug vor ihm lag. „Das ist ein großes Missverständnis!“, rief der Mann und nahm der Frau ihre antike Waffe ab. „Wir beobachten dich schon eine ganze Weile und stehen auf deiner Seite“. Diese Worte besänftigten Stahlträgermann und er ließ mit seiner Waffe von der Frau ab. „Ich bin Frank und das ist meine Gehilfin Clära“, sagte der Mann im weißen Kittel. “Wir sind Wissenschaftler und haben hier unser Labor. Komm mit mir und ich werde dir alles erklären“. Der Mann richtete sich auf und half seiner Assistentin wieder auf die Beine. Stahlträgermann, der von Herzen aus gut war und die Absichten der Menschen schnell durchschaute, folgte den beiden den Gang hinunter in das Labor. Ihm war die Situation nicht ganz geheuer, doch schien es ihm, als käme dieses Treffen nahezu perfekt.


Stahlträgermann hatte mit seiner Vermutung Recht. Das augenscheinlich kleine Haus war nur ein Vorwand, der das wahre Geheimnis verbergen sollte. Der Gang führte in ein großes Labor, welches sich im inneren des Berges befand. Stahlträgermann folgte Frank und Clära hinein und konnte seinen Augen kaum glauben. Technische Geräte, soweit das Auge reichte. Sensoren und etliche Reagenzgläser voll mit diversen Flüssigkeiten. Stahlträgermann drehte sich zu Frank und stellte ihn zur Rede. „Wer seid ihr und was hat es mit diesem Labor auf sich“, fragte er drohend und lies seine Kanone bedrohlich aufglühen. „Clära und ich sind Wissenschaftler. Wir leben seit einigen Jahren hier, lange nachdem die Menschen die Insel verlassen haben. Früher lebten wir in New York, wo wir unser Labor hatten. Mein Fachbereich war die Radartechnik sowie die Entwicklung neuer Waffen. Clära hingegen studiert seit langen Jahren alte Kampfkünste, was ihre Schlagfertigkeit erklärt. Zudem hat sie sich schon vor langer Zeit der aztekischen Mythologie verschrien. Wir haben uns vor Jahren in New York kennen gelernt. Dort arbeiteten wir zusammen an einem Kampfanzug, der seine Kraft und seine Energie aus einer aztekischen Energiequelle namens „Gergol“ schöpfte. Doch das Militär erhob mehr und mehr Einfluss auf unsere Einrichtung und wir verweigerten unsere Dienste. Kurz darauf drohte man uns und wir verließen unsere Einrichtung. In einer nächtlichen Fluchtaktion sammelten wir all unsere wichtigen Ausrüstungsgegenstände und begaben uns auf zu dieser Insel. Seitdem haben wir hier unser Labor eingerichtet. Unser Kampfanzug wurde niemals fertiggestellt und schließlich von uns vernichtet. Nur das Gergol konnten wir aus den Klauen des Militärs retten. Seit dem Tage unseres Verschwindens verstecken wir uns hier. Täglich stehe ich mit meinen Radaren in Verbindung mit der Außenwelt. Und mit Hilfe dieser Technik habe ich auch von dir erfahren. Lange habe ich nach dir gesucht, doch erst am Tage deines Kampfes mit dieser Lichtfackel konnte ich dich finden. Zu spät, wie ich dachte. Doch nun bist du da und ich biete dir eine neue Heimat“. Unentschlossen, welchen Weg er eingehen sollte und wie sehr er Frank vertrauen konnte, stand Stahlträgermann allein da und musste eine Entscheidung treffen.



Fortsetzung folgt...

Freitag, 24. September 2010

Der Fall des Stahls | Teil 1

Prolog

„Schon seit Stunden bin ich nun schon auf der Flucht. Na gut, der Bankdirektor war nicht sehr erfreut, als ich seine Frau direkt vor seinen Augen niederschoss. Ich hatte ihm gleich gesagt, er sollte lieber sofort auf mich hören und keinen Ärger machen. Was musste diese blöde Kuh auch den Helden spielen und den Alarm auslösen. Ich bin gespannt, wann man ihre Leiche im Tresor finden wird. Dummerweise habe ich nun die Polizei von halb Sierra Nevada im Rücken. Es war abzusehen, dass der Kerl von Bankdirektor ein Mordsgetöse macht, sobald er die Gelegenheit dazu bekommt. Mord.....! Das ist ein gutes Stichwort. Um die Meute los zu werden, locke ich sie weit hinein ins Death Valley. Die Hitze wird ihnen den Rest geben. Dann ist der Direktor schon bald wieder mit seiner Kleinen vereint. Nicht jeder kennt die Kniffe, die man kennen muss, um in dieser unwirklichen Umgebung überleben zu können. Ohne ausreichend Wasser und der richtigen Technik ist es sofort um einen geschehen.“

Eine ganze Kolonne von Polizeistreitkräften hatte die Verfolgung eines Mannes aufgenommen, nachdem der Bankdirektor der Bank den Alarm ausgelöst hatte. Voller Zorn, war es der Direktor selbst, der sich an die Spitze des Trupps von Verfolgern setzte, um den Tod seiner Frau persönlich zu rächen. Etwa eine halbe Meile Vorsprung hatte der Mann, den alle nur unter dem Namen Burros kannten. Burros war ein Verbrecher wie aus dem Lehrbuch. Er hatte keine Scheu, kannte keine Gnade und er ging Hand in Hand mit dem Teufel. Und so gnadenlos wie sein Gewissen war, so messerscharf war sein Verstand. Er begriff es wie kein Zweiter, sich seiner Umgebung perfekt anzupassen, jede noch so unscheinbare Situation zu seinem Vorteil zu nutzen. Und aus diesem Grund führte sein Weg direkt auf das Death Valley zu. Autos brachten an diesem Ort nicht viel, da diese zur damaligen Zeit der Hitze nicht standhielten.

Am Rande des Tals angekommen, lies Burros seinen Wagen stehen und lief zu Fuß in das Tal hinein. Nur seine Silhouette war noch zu erkennen, als seine Verfolger den Rand des Tales erreichten. „Die Narren! Sie werden ihr blaues Wunder erleben, wenn sie mir hierher folgen. Ich kenne nur zwei Menschen, die es jemals schafften, dieses Tal zu durchqueren und zu den Höhlen auf der anderen Seite gelangt sind. Einen der beiden streckte ich mit meinem Dolch nieder!“

Es war der Bankdirektor, der aus Verzweiflung als einziger die Verfolgung weiter aufnahm und sich in das Tal begab. Die Hitze brannte auf seinen Körper und er merkte schnell, dass er keine zu große Anstrengung auf sich nehmen dürfte Doch an eine Rast war nicht zu denken. Dies sah Burros anders, da er das Gebiet kannte und rastete alle 100 Meter, wobei er gleich immer wieder etwas trank. Aufgrund dieser regelmäßigen Pausen, gelang es dem Direktor, Burros im Zentrum des Tales einzuholen und ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Burros stand dem Direktor direkt gegenüber, welcher mit einer Waffe in der Hand drohend näher kam. Schwindelig vor Erschöpfung, betrachtete er seinen Gegner, der wie versteinert vor ihm stand. Dieser beobachtete jede Handbewegung des Direktors, der seine Erschöpfung mit aller Kraft zu verheimlichen versuchte. Der Bankdirektor zückte seine Pistole, doch noch bevor er diese auf Burros richten und abdrücken konnte, hatte dieser schon einen gezielten Schuss mitten in das Herz des Bankdirektors abgefeuert. Sein Gegner war besiegt und fiel zu Boden. Doch da geschah etwas, das Burros nicht beabsichtigte. Durch den Rückschlag seines Revolvers, rutschte seine Flasche Wasser aus seiner Tasche, welche zu Boden fiel und auf einem Stein in tausend Scherben zerschellte. Die Sonnenstrahlen fielen auf die Scherben und bündelten sich zu einem Lichtstrahl. Dieser war so intensiv und heiß, wie es ihn zuvor noch nicht gegeben hatte. Der Lichtstrahl traf Burros genau ins Herz und durchbohrte dieses. Die Hitze war zu stark, als dass eine Verbrennung hätte stattfinden können. Burros nahm die Energie in sich auf. Sein Körper schien innerlich zu verbrennen, jedoch blieb er als lichterne Fackel am Leben.

Geschwächt ging er auf die Knie. Das Feuer brannte in ihm, zerfraß seinen Körper, der wie ein Komet leuchtete. Er gab ein so grelles Licht ab, dass alles um ihn herum dunkel erschien. Doch nach einer Weile erlosch das Licht und übrig blieb eine brennende Gestalt zurück, die auf dem Boden kniete. Burros, der einst ein gefürchteter Bandit war, wurde nun durch eine Reihe von Zufällen zu einer mächtigen Waffe. Das Licht und das Feuer vereint in einer Person aus brennendem Licht. Er spürte die Macht, die er in sich trug und stand auf. Er erhob seine Arme, die sogleich einen Lichtstrahl in den Himmel schossen. Er nahm die Arme wieder herunter und gab einen gebündelten Lichtfeuerstrahl ab, so dass sich sein Körper erhob. Die aufsteigende Hitze und das Licht ermöglichten es ihm wie ein Adler durch die Lüfte zu fliegen. So machte er sich auf zu den Höhlen, in denen er sich einige Zeit zurückzog.


Kapitel 1

Stahlträgermann befand sich in seinem Versteck, welches er in der verlassenen Ruine errichtet hatte. Die letzten Tagen verbrachte er damit, mehr über Lightfire Booster zu erfahren. Er hatte die enorme Kraft am eigenen Leib zu spüren bekommen und wusste, welch mächtiger Gegner ihm gegenüber stand. In Zeitungsberichten hatte er über eine tote Frau und einen vermissten Bankdirektor in der Sierra Nevada gelesen und dass ein gewisser Burros der Täter sein soll. Stahlträgermann wusste genau, dass es sich bei Lightfire-Booster um genau diesen Burros handelt. Ein Mensch, der ein ähnliches Schicksal erleiden musste, wie es ihm selbst passierte. Die Verkettung verschiedener Zufälle erschufen etwas völlig Neues und Mächtiges. Doch nutzt dieser seine gewonnene Kraft nicht dazu, Gutes zu tun. Vielmehr sollte seine finstere Ader durch diese Macht nur gestärkt werden. Immer wieder gab er dies Stahlträgermann zu verstehen, indem er Waldbrände oder Vulkanausbrüche verursachte. Mittelschwere Katastrophen, welche einzig dazu dienen sollten, Stahlträgermann zu fordern und seine Vorgehensweise zu studieren. Dieser wusste, dass Lightfire dahinter steckt, da sein Markenzeichen das Feuer war. Auch hörte er immer wieder von einem Lichtschweif, der am Himmel zu sehen war. Zudem wusste Stahlträgermann, dass er mit seiner Macht weit mehr als nur ein Feuer machen konnte. Einen Schwachpunkt musste es aber dennoch geben, denn schon im ersten Kampf konnte Stahlträgermann einen kleinen Sieg erzielen. Bei dem Gedanken, dass jeder eine Schwachstelle haben muss, wurde Stahlträgermann ein wenig unsicher, da er sich über seine Schwachstelle noch nicht im Klaren war. Doch schob er diesen Gedanken beiseite und konzentrierte sich wieder auf Lightfire-Booster.

Immer wieder machte sich Stahlträgermann auf, nach Lightfire zu suchen. Er durchflog die Berge nahe des Todestals, in der Hoffnung, einen Anhaltspunkt zu finden. Doch die Suche war jedes Mal erfolglos. In seinem Versteck verbrachte er viel Zeit damit, nach einer Möglichkeit zu suchen, wie er in einem Kampf möglichst schnell die Oberhand gewinnen könnte. Schnelligkeit war wichtig, denn der Stahl konnte dem Lichtfeuer zwar standhalten, doch wusste Stahlträgermann nicht, wie lange das andauern würde. Mit den Trägergeschossen aus seiner Kanone konnte er zwar einen Schaden anrichten, was ihm damals zum Sieg geführt hat. Doch ist die Kraft der Träger nicht ausreichend genug, um Lightfire-Booster endgültig zu besiegen.

Stahlträgermann forschte weiter und machte sich mehr und mehr mit den Gesetzen des Feuers und des Lichtes vertraut. Er kam zu dem Ergebnis, dass zwar reines Wasser einer Lichtfeuer Mischung nichts anhaben könnte. Es würde einfach verdampfen, ohne eine Wirkung zu zeigen. Jedoch könnte ein Gemisch aus Trockeneis und Stickstoff eine Wirkung haben, welche die Atome im Licht bremsen würden. Diese Lähmung könnte Stahlträgermann dazu nutzen, um Lightfire-Booster zu schwächen und ihn daraufhin mit Hilfe seiner Stahlträger zu besiegen. Sofort machte er sich auf, um diese Stoffe zu besorgen. Er verlies sein Versteck und wollte grade abheben, als er die Sirenen von New York hörte. Stahlträgermann schoss in die Luft, um nach der Ursache zu sehen. Er brauchte nicht lange suchen, denn Dank der Dunkelheit der Nacht sah er sofort, was geschehen war. Ganz Liberty Island stand in Flammen. Das Feuer umschloss die Freiheitsstatue, welche im Feuerschein hell leuchtete. Es war das Werk Lightfire-Boosters, der aus Spott gegenüber der Macht Stahlträgermanns die Fackel der Statue zum Brennen brachte. Stahlträgermann handelte schnell und umkreiste die Insel. Dies tat er in einer so großen Geschwindigkeit, dass sich ein Wirbelsturm bildete. Dieser nahm genug Feuchtigkeit aus seiner Umgebung auf, dass das Feuer schnell gelöscht war. Die physischen Schäden hielten sich in Grenzen, doch waren die Flammen nicht zu übersehen, so dass dieser Angriff symbolisch gegen die Freiheit der New Yorker angesehen wurde. Schnell machte sich Stahlträgermann wieder auf zu den Ruinen. Er durfte keine Zeit mehr verlieren seine Waffe gegen Lightfire-Booster zu entwickeln und diesen zum Kampf herauszufordern, doch musste er zunächst schauen, ob nicht weitere Anschläge stattgefunden haben.

Stahlträgermann flog zurück zu der Ruine, wo er sich direkt an die Arbeit machen wollte. Doch kaum war er gelandet, schlugen Feuerbälle neben ihm im Boden ein. Blitzschnell drehte er sich um. In der Luft über ihm sah er ihn. Lightfire-Booster schwebte am Himmel, die Arme waren ausgestreckt und in seinen Händen hielt er seine todbringenden Feuergeschosse. „Lange habe ich nach dir gesucht, Stahlträgermann! Doch ich wusste, dass du dich irgendwann verraten würdest, indem du den Menschen helfen möchtest. Mir war klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis du unachtsam wirst und mir dein Versteck zeigst“. Mit diesen Worten feuerte er beide Feuerbälle direkt auf das Gerüst des Gebäudes ab, welches direkt in Flammen aufhellte. Stahlträgermann reagierte sofort und wich der Explosion aus. Er schnellte in die Luft und eröffnete das Feuer mit seiner Stahlträgerkanone. Lightfire jagte zur Seite und die Träger verfehlten ihr Ziel. Mit glühenden Fäusten schoss dieser auf Stahlträgermann zu und traf ihn direkt auf der Brust. Mit einem lauten Krachen donnerte Stahlträgermann in das brennende Hochhaus. Unter der schweren Last Stahlträgermanns und der Wucht des Aufpralls, gab die Konstruktion nach und fiel endgültig zusammen. Lightfire, der weiterhin in der Luft flog, schoss immer weiter Feuerbälle auf den brennenden Haufen Schutt und Stahl, unter dem Stahlträgermann begraben war. „Dein Ende ist gekommen, Stahlträgermann! Erschaffen in einem Haufen Schrott, sollst du nun in selbigem dein Ende finden!“ Lightfire Booster sammelte seine Kraft und formte diese zu einem großen lichtglühenden Ball, den er erneut auf den Haufen schoss. Lautes Gelächter ertönte am Himmel, und mit einem grellen Blitz schoss Lightfire-Booster in den Nachthimmel. Die Flammen loderten und das einst so ruhige Versteck vom Stahlträgermann brannte mit samt seinem Helden nieder. Das Hochhaus, welches einst im Glanz erleuchten sollte, niemals vollendet wurde und doch einen ganz besonderen Zweck erfüllte, war nicht mehr, als ein Haufen brennendes Metall. Und mitten darunter vergraben, lag Stahlträgermann.


Kapitel 2

„Und du sollst im selbigem dein Ende finden“, hallte es in den Ohren von Stahlträgermann, welcher wie benommen unter dem Haufen Schutt lag. Er spürte, wie das Feuer sich langsam an seinen Stahlträgern zu schaffen machte. Die Hitze wurde immer schlimmer und Stahlträgermann merkte, wie machtlos er war. Er konnte sich nicht bewegen. Die Kontrolle über seine Gelenke wie auch über seine Düsen hatte er verloren und es schien ihm, als würde ihn etwas daran hindern. Und da bemerkte er es. Seine Feder auf dem Kopf war den Flammen ausgeliefert. Die Feder war es, die ihm als einziges von seiner alten Gestalt geblieben war. Stahlträgermann musste handeln, denn ihm wurde sofort klar, dass diese Feder sein Schwachpunkt ist. Er konzentrierte all seine Energie auf seine Stahlträgerkanone und schoss einen gewaltigen Stahlträger auf den Boden. Durch diesen Rückschlag befreite er sich nun schon zum zweiten Mal aus den brennenden Überresten eines Hochhauses. Mit einem gewaltigen Knall explodierte der brennende Haufen und Stahlträgermann schoss in den Himmel.

Da er der Hitze nicht mehr ausgeliefert war und die Feder nun befreit war, konnte er sich wieder frei bewegen und seinen Flug kontrollieren. Doch war er noch immer sehr geschwächt und brauchte einen Ort, wo er sich zurückziehen konnte. Allzu weit wollte er nicht fliegen, doch konnte er auch nicht an seiner Ruine bleiben, da diese dem Erdboden gleichgemacht worden war. Fast willenlos flog er auf die See. Die kühle Luft sorgte dafür, dass er sich schnell erholte und langsam zu Kräften kam. Doch noch immer suchte er nach einem Unterschlupf. Er flog eine Weile, bis er fast unbemerkt über Land flog. Er landete und schaute sich um. Ein paar Häuser und Straßen waren zu sehen. Doch alles wirkte sehr verlassen und menschenleer. Und da erinnerte er sich an die Insel. Früher hatten hier Menschen gelebt, doch als sich New York mehr und mehr zu einer Weltmetropole entwickelte, verließen die Menschen die Insel und zogen nach und nach in die Großstadt. So kam es, dass heute niemand mehr auf der Insel lebte. Stahlträgermann stellte fest, dass dieser Ort wie geschaffen für ihn sei. Er suchte sich einen Unterschlupf und erholte sich von seinen Blessuren. Es waren keine Verletzungen die ihn schwächten, doch spürte er, wie die Brandspuren an seiner Feder auf dem Kopf ihm die Kraft förmlich entzogen hatte.

Stahlträgermann erholte sich sehr schnell vom Kampf, aber die Zeit rannte noch immer. Lightfire-Booster musste besiegt werden. Auch wenn dieser im Glauben war, Stahlträgermann vernichtet zu haben, so würde er nicht davor halt machen, die Welt weiter zu terrorisieren. Stahlträgermann musste weiter an seiner Waffe arbeiten, denn nur so konnte er Lightfire-Booster besiegen. Viele Aufgaben standen bevor. Eine Art Labor muss her, um mit den Chemikalien experimentieren zu können. Auch brauchte er einen passenden Unterschlupf, in dem er sich unbemerkt aufhalten konnte, trainieren konnte und vor Angriffen geschützt war. Da fiel sein Blick auf die Insel. War sie der perfekte Ort? Eine verlassene und fast vergessene Insel direkt vor New York? Stahlträgermann begann, diese zu erforschen.


Fortsetzung folgt...